Kapitel 1Der kleine Drache, der Seifenblasen pustet
Im echten Taleo liest Lumi diese Geschichte mit warmer Märchenstimme vor.
Es war einmal ein kleiner Drache namens Pelle, der wohnte am Rand des Glitzersees, dort wo die Sterne so tief hängen, dass man fast nach ihnen greifen kann.
Anders als seine Geschwister konnte Pelle kein Feuer spucken. Wann immer er es versuchte, kamen nur schimmernde Seifenblasen heraus, die im Mondlicht tanzten und beim Zerplatzen ganz leise glitzerten.
Erst war Pelle ein bisschen traurig darüber. Doch eines Abends, als es im Wald ganz dunkel wurde, pustete er eine einzige große Blase — und in ihr leuchtete der Mond so warm, dass alle Tiere der Nacht herbeikamen, um zu staunen.
Von da an wusste Pelle: Sein Anderssein war kein Makel, sondern ein ganz besonderes Geschenk. Und jeden Abend pustete er ein paar Blasen in den Himmel — als Gute-Nacht-Gruß für den ganzen Glitzersee.